Der kürzeste Weg zur

Gesundheit

ist der Weg in den Garten.

 

Gärtner Pötschke 

 

Bunter Quellenbusch

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Was ist zu tun im August

Gartenarbeiten im August - ein Arbeitskalender für den Hochsommer

 

 

 

 

Das Gartenjahr nähert sich mit kürzer werdenden Tagen schon dem Ende zu. Der Sommer feiert diese Wochen noch einmal mit einer überschwenglichen Blütenfülle sowie Gemüse und Obst in allen Variationen.

 

Was ist zu tun im Gemüsegarten?

 

Zwar steht die Ernte und Konservierung bei fast allen Gemüse jetzt im Vordergrund, aber möchte man im Spätherbst oder Winter weiterhin mit frischem Gemüse versorgt sein, so ist nach wie vor an Aussaat  zu denken. Chinakohl, Teltower Rübchen, Pflücksalat und Lauch können noch gerade so bis Mitte August gesät werden. Danach folgen schwarzer Winterrettich, Radieschen und weiße Frühlingszwiebeln. In der zweiten Augusthälfte schließen sich Feldsalat und später Spinat an. Gepflanzt werden noch Setzlinge von Brokkoli, Kohlrabi, Chinakohl, Fenchel, Radicchio, Zuckerhut, Winterendivien und Winterlauch. Ansonsten beschränken sich die Arbeiten auf dem Beet auf Unkraut jäten, mulchen, gießen und, ganz wichtig, Düngung der Starkzehrer, am Besten mit Brennessseljauche.

 

Arbeiten im Kräutergarten

 

Starkwüchsige Kräuter und Kräuter, die häufig geschnitten wurden, benötigen ebenfalls eine Düngung. Unerwünschte Blütenbildung bei verschiedenen Kräutern kann vermieden werden, wenn man sie schneidet. Zweijährige winterharte Kräuter wie Portulak, Barbarakraut, Kümmel, Löffelkraut und Petersilie dürfen im August noch gesät werden.

 

August im Obstgarten

 

Damit die Äste von reich tragenden Obstbäumen nicht brechen, müssen sie gestützt werden. Die Zeit für den Sommerschnitt ist auch gekommen. Alle Äste, die zu dicht wachsen und sich gegenseitig behindern weden entnommen. Das ist besonders bei Pfirsichen und Aprikosen der Fall. Außerdem werden nun die fruchttragenden Äste der Sauerkirsche zurückgeschnitten. An heißen Tagen werden auch die Obstbäume gewässert. Faules Obst wird vom Baum oder Boden geklaubt und entsorgt. Auch die Himbeerruten können noch zurückgeschnitten und die Beerensträucher ausgelichtet werden. Brombeertriebe müssen angebunden werden. Jetzt ist die richtige Zeit, um ein neues Erdbeerbeet anzulegen. Die Jungpflanzen kommen an einen sonnigen Platz, dessen Boden gut mit Kompost versorgt wurde. Eine dicke Mulchdecke hält den Boden feucht und die Pflänzchen können bald Wurzeln bilden. So versorgt steigen die Chancen auf eine Erdbeerernte schon im ersten Jahr.

 

Was sollte jetzt beim Frühbeet beachtet werden?

 

Die Fenster des Frühbeetes bleiben hochgestellt. Wenn es Gurken oder Melonen beherbergt, muss mit Pflanzenjauche nachgedüngt werden.

 

Auch das Gewächshaus braucht Aufmerksamkeit

 

Um die Ernte von Kräutern wie Basilikum, Knoblauch, Rosmarin, Schnittlauch, Thymian zu verlängern, können sie ins Gewächshaus umgepflanzt werden. Wöchentlich werden Gurken, Melonen, Paprika und Tomaten mit Pflanzenjauche nachgedüngt. Auberginen und  Tomaten sollte man ab und zu schütteln, um die Bestäubung zu gewährleisten. Das ist im Freiland ebenfalls von Vorteil. Auch Melonen werden sicherheitshalber künstlich befruchtet. Auberginen und Gurken werden immer wieder zurück geschnitten und die Tomaten entgeizt.

 

Der Ziergarten im August

 

Um die üppig Blütenpracht möglichst lange zu erhalten, ist es wichtig welke Blumen und Blätter regelmäßig zu entfernen. Dahlien und größere Stauden sollten hochgebunden werden, damit sie von starkem Regen nicht zu Boden gedrückt werden. Und immer wieder ist mulchen angesagt, damit die Erde nicht austrocknet. Ab Ende August wird bei den Rosen, Gehölzen und im Staudenbeet nicht mehr gedüngt. Diese Pflanzgruppen müssen sich allmählich auf die Winterruhe vorbereiten. Und der fleißige Gärtner denkt schon wieder ans nächste Frühjahr, denn verschiedene Zwiebelblumen wie Iris, Kaiserkronen, Madonnenlilien, Steppenkerzen und Schachbrettblumen sollten ab Anfang August in die Erde gelegt werden. Das Gleiche gilt auch für Herbstzeitlose. Iris, Hundszahnlilien und andere Stauden können noch geteilt und verpflanzt werden. Die zweijährigen Blumen, die im Juli gesäät wurden, können nun an den für sie bestimmten Platz gepflanzt werden. Gut wäre es, wenn man dafür einen Regentag erwischen könnte. Der starkwüchsige Blauregen und die abgeblühten Triebe des Sommerflieders werden geschnitten. Auch die Hecken können zum letzten Mal geschnitten werden. Dann müssen sie für den Winter ausreifen. Um Immergrüne zu pflanzen ist jetzt der beste Termin. So haben sie noch Zeit vor dem ersten Frost gut einzuwurzeln.

 

Naturgemäßer Pflanzenschutz im Monat August

 

Besonders auf den Kohlweißling ist jetzt zu achten. Raupen und Eigelege müssen rechtzeitig vom Kohl abgesammelt werden. Eine Spritzung mit Tomatenblätterauszug oder Wermuttee lenkt den gefräßigen Falter durch den starken Geruch ab. Gegen Gemüsefliegen und Lauchmotten helfen Netze, unter denen die Kulturen geschützt sind. Lilienhähnchen werden abgesammelt. Knoblauchtee und Schachtelhalmbrühe kommen zum Einsatz, wenn sich der echte Mehltau ausbreitet. Gegen die Kraut- und Braunfäule können vorbeugende Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe oder Magermilch helfen. Bei Befall müssen alle Früchte und Blätter schnellstmöglich entsorgt werden. So verfährt man auch bei Rosterkrankungen.

 

 

 

 

 

.                         Schmetterlinge und Bienen

 

So locken wir Schmetterlinge, Bienen und andere

Nützlinge auf Balkon und Garten

 

 

 

 

 

Viele unserer Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Schmetterlingen und Bienen angewiesen. Wichtig für die Nützlinge ist, dass die Pflanzen Nektar enthalten, möglichst viele Arten vorhanden sind und eine lange Blütezeit. Erfahren Sie wie ein schmetterlingsfreundlicher Garten aussieht und welche Möglichkeiten es gibt die heimischen Falter anzulocken.

 

 

 

 

Warum sind Schmetterlinge, Hummeln und Co.    

wichtig?

 

 

Schmetterling und andere Insekten sind nicht nur schön zum Anschauen, sondern sie tragen auch einen wesentlichen Beitrag zur Bestäubung von Blüten bei. Die Insekten fliegen von Blüte zu Blüte und saugen Nektar, dabei transportieren sie Blütenstaub von einer Blume zur nächsten und stellen so die Bestäubung sicher. Somit sind die nützlichen Insekten notwendig, wenn wir weiterhin Obst und Gemüse ernten und auch viele Blumen erleben möchten. Leider ist in den letzten Jahren die natürliche Population der Nützlinge rückläufig und veränderte Umweltbedingungen machen das Leben für Bienen und Schmetterlingen nicht einfacher. Daher ist für die heimische Fauna wichtig, dass ausreichend Pflanzen im Garten vorhanden sind, die als Nahrungsquelle sowie Nist- und Überwinterungsmöglichkeit für Larven, Raupen und adulte Tiere dienen. Bereits mit einem Schmetterlingsflieder oder anderen Schmetterlingsblumen tragen Sie zur Arterhaltung bei und erleben das Naturschauspiel im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Wussten Sie, dass Schmetterlingsraupen von anfänglich 2-3 mm zu einer Größe von 4-5 cm heranwachsen und ihr Geburtsgewicht dabei innerhalb kürzester Zeit immense steigern? Aus diesem Grund ist eine Bereitstellung von Futterpflanzen für die Falter lebensnotwendig.

 

 

Wie locke ich die wichtigen Blütenbestäuber an?

 

 

Die wohl bekannteste Gartenpflanze für Schmetterlinge ist der Schmetterlingsflieder. Botanisch als Buddleja bezeichnet, ist das winterharte Gehölz ein wahrlicher Insektenmagnet. Doch die Auswahl an Schmetterlingspflanzen umfasst viele verschiedene Gruppen, neben den mehrjährigen Stauden, Gehölzen und Kräutern gibt es einjährige Pflanzen die sich selbst aussäen oder durch Samen neu angezogen werden. Nachfolgende Liste zeigt einige Beispiele für  Nahrungs- und Nektarpflanzen, die oft auch als Schmetterlingsblumen bezeichnet werden.

 

Stauden

Blütezeit

Blütenfarbe

Mehrjährig

Einjährig

Astern

Aug.-Nov.

Lila, rosa, weiß

x

 

Blutweiderich

Juli-Okt.

purpurrot

x

 

Flammenblume *

Juni-Sep.

Violett, rosa, rot, blau, weiß

x

 

Fetthenne

Aug.-Okt.

Verschiedene Rottöne

x

 

Sonnenhut

Juli-Okt.

Gelb, purpurrot

x

 

Spornblume

Mai-Sep.

Rot, weiß

 

 

Gehölze

Blütezeit 

Blütenfarbe 

Mehrjährig 

Einjährig

Geißblatt *

Juni-Juli

Gelb, orange (Kletterpflanze)

 x

 

Rispenhortensie

Juli-Okt.

 Creme, weiß

x

 

Ramblerrosen

Juni-Juli

Creme, z.B. „Lykkefund“

x

 

Sommerflieder *

Juni-Sep.

Violett, rosa, rot, blau, weiß

x

 

Schwarzer Holunder

April-Mai

cremefarben

x

 

 

Kräuter

Blütezeit 

Blütenfarbe 

Mehrjährig 

 Einjährig

Lavendel

Juni-Sep.

Blau, violett, weiß

x

 

Oregano

Juli-Sep.

hellrosa

x

 

Thymian

 Mai-Aug.

Rosa, weiß

x

 

 

Einjährige Pflanzen

 Blütezeit

Blütenfarbe 

Mehrjährig 

Einjährig 

Bienenfreund

Juni-Okt.

violett

 

x

Kapuzinerkresse

Juli-Okt.

Orange, gelb, rot

 

x

Ringelblumen **

Juni-Okt.

Orange, gelb

 

x

Sonnenblumen **

Juli-Okt.

Gelb, rot-braun

 

x

Studentenblumen **

Juni-Okt.

Gelb, orange

 

x

 



 

* auch für Nachtfalter besonders attraktiv ** einfachblühende Arten!

 



 

Unser Tipp: Lassen Sie Ihre Küchenkräuter blühen. Die nektarreichen Blüten von Salbei, Schnitlauch, Thymian und mehr duften wunderbar und sind wertvolle Futterspender für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.

 



 

Oft gibt es Pflanzenarten die schwächer wachsen und somit prädestiniert für kleine Gärten oder Gefäße sind. Viele der Gewächse erfreuen mit feinem Duft oder faszinierender Farbe, einige können als essbare Blüten oder aromatische Würzkräuter dienen und sind so auf dem Balkongarten willkommene Bienenpflanzen. Beim Schmetterlingsflieder gibt es die Art Buddleja davidii „Buzz“, die mit geringerem Wuchs gut zu pflegen ist und ohne Schneiden am sonnigen Standort für viele Jahre im Topf stehen kann. Im zeitigen Frühjahr erfolgt ein leichter Rückschnitt und bereits im Frühsommer erscheinen violette oder rosa Blüten.

 

 

5 Tipps bei der Pflanzenauswahl

 

  • Bevorzugen Sie beim Kauf von Saatgut und Pflanzware einfach blühende Arten. Hier haben die Insekten leichteren Zugang zum Nektar. Verzichten Sie auf gefüllte Blüten und genießen das Naturschauspiel an den bienenfreundlichen Pflanzen.

  • Mit einer Vielfalt an Pflanzen verlängern Sie die Blütezeit und die Nützlinge haben von März bis Oktober Nektar. Zwiebelblumen wie Winterlinge und Blausternchen oder der Strauch Kornelkirsche sind die erste Nahrung im Jahr, Fetthenne und Astern im Herbst die letzte. Häufig bevorzugen Insekten gelbe Blüten, doch die Vorliebe variiert je nach Gattung.

  • Denken Sie an die nachtaktiven Schmetterlinge. Bestimmte Pflanzen verströmen erst bei Dämmerung ihr Aroma und sind somit sehr wertvoll. Nachtkerze, Sommerflieder und Geißblatt ziehen Nachtfalter magisch an.

  • Bieten Sie besonders auch den Raupen Futterpflanzen an. Diese Vorstufe vor dem Schmetterling benötigt Blätter von Petersilie, Brennnessel, Dill oder Borretsch und andere Stauden. Wählen Sie die Sorte an Bienenpflanzen und Schmetterlingsgewächse je nach Standort aus.

  • Schaffen Sie kleine Nischen im Garten, bereits eine kleine Ecke mit Wildblumen oder ein paar Brennnesseln oder Disteln dienen als wichtiges Biotop für die nützlichen Helfer. Bereits im Namen Distelfalter ist seine Wirtspflanze genannt. Ein Stück Naturwiese, das nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht wird, lässt Wildblumen blühen und lockt Schmetterlinge und Hummeln an. Unbedingt sollten Sie auf den Einsatz von Insektiziden verzichten, denn diese töten auch Schmetterlinge.

 

Was kann ich noch für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten machen?

 

Welche Pflanzen Sie für Bienen und Falter pflanzen, hängt stark von der Größe der Fläche, dem Standort, Ihrer Vorliebe und Zeit für die Pflege ab. Mit der Pflanzung von Schmetterlingsblumen schaffen Sie bereits die besten Voraussetzungen, denn diese Pflanzen liefern Pollen und Nahrung. Pflanzen oder säen Sie die Schmetterlingspflanzen und bereits mit den ersten Blüten können Sie die Nützlinge anlocken. Ohne viel Mühe hilft das Kraut im Topf oder Beet zur Verbesserung der heimischen Fauna.

Wilde Ecken im Garten sind willkommen, denn Raupen und Larven fühlen sich in ungestörter Umwelt wohl und verwandeln sich in farbenfrohe Schmetterlinge. Wildbienen und andere Nutzinsekten nutzen die von Ihnen angebotene Nahrungsquelle und vermehren sich rasch. Wesentlich für die natürliche Population ist jedoch der Verzicht von Pflanzenschutzmitteln.

Bei Problemen mit den Zierpflanzen ist
abzuwägen, ob die Toleranzschwelle überschritten ist und bienenfreundliche Mittel angewendet werden müssen oder die Pflanzen und ihre natürlichen Gegenspieler ausreichend Abwehrkräfte besitzen, selbst damit fertig zu werden. Oft ist bei empfindlichen Kulturen ein präventiver Einsatz mit Pflanzenstärkungsmitteln wie beispielsweise Pflanzen-Kur sinnvoll. Mit biologischer Wirtschaftsweise schaffen Sie ein Gleichgewicht im Garten und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Nützlinge auch Schädlinge dezimieren.

 


Weiter ist es sinnvoll
einheimische Pflanzen auszusuchen. Diese sind beispielsweise besser an unsere klimatischen Bedingungen gewöhnt, somit weniger anfällig und Sie müssen weniger gießen. Der Mensch hat weniger Arbeit und die Bienen und Falter großen Nutzen davon, wenn bunte Beete als Bienenweide im Sommer entstehen. Spezielle Saatgutmischungen fördern die unterschiedlichen Arten. Bereiten Sie den Boden gut vor und säen Sie im Frühling die Bienenpflanzen rechtzeitig aus. Mit verschiedenen Farben und unterschiedlichen Blütezeiten können Sie Bienen und andere Insekten anlocken und für einen langen Zeitraum mit blühenden Pflanzen für Pollen sorgen. Bewährt hat sich eine gemischte Pflanzung. Mit verschieden Farben und unterschiedlichen Höhepunkten in der Blüte können Sie Bienen und Nutzinsekten anlocken und für einen langen Zeitraum mit blühenden Pflanzen für Pollen zu sorgen. 

 


Eine einfache Möglichkeit den
Flor zu verlängern ist der Rückschnitt einiger Arten. Schneiden Sie Lavendel oder Phlox direkt nach der Blüte ab, erfolgt ein schwächerer Flor im Spätsommer/Herbst und somit ein erneutes Nektarangebot für die nützlichen Tiere.

Mit
heimischen Bäumen und Sträuchern im Garten bieten Sie allen Nützlingen vom Frühjahr bis zum Winter Unterschlupf und Nahrung für Raupe und Falter. Bei den richtigen Pflanzen im Boden fliegen auf einmal Insekten die bisher nie da gewesen sind. Sie erscheinen bei Sonne plötzlich und fliegen um die Blüten am Obstbaum und geben ein malerisches Bild im geeigneten Lebensraum. Beschäftigt man sich mit dem Thema, beginnt man Bienen nicht nur als Honiglieferant zu sehen, sondern auch als Lebewesen die es zu schützen gilt. Viele Informationen hat bereits der NABU gesammelt und es lohnt sich, auf exotische Pflanzen zu verzichten und  Mischungen auszuprobieren. Je nach persönlichen Vorlieben können Sie Samen mit dem Schwerpunkt Duft oder zarten Blüten wählen. Sonnig sollte der Garten für Insekten sein, denn kühler Schatten ist wenig geeignet.