Der kürzeste Weg zur

Gesundheit

ist der Weg in den Garten.

 

Gärtner Pötschke 

 

Bunter Quellenbusch

Was ist zu tun im Februar

 

 

 

Gartenkalender: Februar

 

Obstanbau

 

Fruchtmumien entfernen

 

Um eine Wiederinfektion mit Pilzkrankheiten des Vorjahres zu verhindern, werden - falls noch nicht geschehen - alle noch anhängenden Fruchtmumien und alles Fallobst entfernt.

 

 

 

Obstbaumschnitt

 

Geschnitten werden kann bei Temperaturen über minus 5° C. Es ist darauf zu achten, dass auch alle kranken und abgestorbenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.

Der fachgerechte Obstgehölzschnitt ist die wichtigste Maßnahme zur Gesunderhaltung und für einen guten Ertrag.

Ein häufiger Fehler ist das starke Nachschneiden bei jungen Bäumen, die im Vorjahr ein unerwünscht starkes Triebwachstum zeigten und keine Früchte trugen. Dies ist aber meist auf einen zu starken Schnitt im Vorjahr zurückzuführen. Jeder weitere Schnitt regt aber wiederum das Triebwachstum an und schiebt damit auch den Ertragsbeginn weiter hinaus oder verringert den Ertrag. Solche Bäume sollten statt dessen sparsam geschnitten werden. Nur Konkurrenztriebe und nach innen wachsende Triebe werden herausgenommen. Ansonsten sollte man den Baum zur Ruhe kommen lassen. Zur Verminderung des Triebwachstums und Anregung zur Blütenbildung können die Langtriebe in die Waagerechte gebunden werden.

 

 

 

Stamm vor Frost schützen

 

Der Februar bringt häufig schon intensiven Sonnenschein bei noch tiefen Allgemeintemperaturen. Die Nordseiten der Baumstämme bleiben dann häufig auch tagsüber gefroren, während sich die Südseiten erwärmen und tagsüber auftauen, nachts aber wieder gefrieren. Die Gewebespannungen aufgrund der großen Temperaturunterschiede können zum Aufreißen der Stämme (Frostrisse) führen. Aber auch die verstärkte Wasserabgabe durch die erwärmten Südseiten schädigen die Bäume, denn sie können kein Wasser nachleiten und es bilden sich dadurch sogenannte Frostplatten aus. Das Erwärmen der Südseiten der Stämme kann durch das Weißen oder das Umwickeln der Stämme mit Matten verhindert werden. Ist das Problem besonders akut, kann auch das Anlehnen von Brettern jeweils vor die Südseite eine schnelle Hilfe sein. Früher wurde für den Weißanstrich Kalkbrühe verwendet, heute gibt es Fertigpräparate im Gartenfachhandel zu kaufen, die meist auch noch andere pflegende und stärkende Inhaltsstoffe haben. Sind Frostrisse bereits aufgetreten, müssen diese glatt und sauber ausgeschnitten und mit Wundverschlussmitteln versorgt werden. Jüngeren Bäumen wird zusätzlich noch ein Verband um den Stamm angelegt, damit sich der Riss nicht weiter vergrößern kann.

 

 

 

Austriebsspritzungen abwägen

 

Auf vorbeugende Voraustriebs- und Austriebsspritzungen gegen überwinternde Schädlinge an Obstgehölzen sollte verzichtet werden, weil dadurch auch die natürlichen Gegenspieler stark geschädigt werden und dann bei Wiederbefall keine Nützlinge in ausreichender Zahl mehr vorhanden sind.

 

 

 

 

 

Gemüse

 

Erste Freilandaussaaten und Pflanzungen im Gemüsegarten

 

Der Zeitpunkt für die ersten Freilandaussaaten der Frühjahrskulturen wie Möhren, Spinat, Rettich, Radieschen und anderen Gemüsen hängt vom Standort und vom Wetter ab. Beispielsweise kann man im wintermilden Klima Nordwestdeutschlands in der Regel früher aussäen als im kontinentalen Klima Südostbayerns. Aber in manchen Jahren ist es auch mal umgedreht, weil das Wetter eben anders ist. Der frühestmögliche Termin für Freilandaussaaten liegt für die meisten Gebiete in Deutschland irgendwann zwischen Ende Februar und Ende März. Er ist gekommen, wenn der Boden oberflächlich abzutrocknen beginnt und nicht mehr schmiert.

Wer kein Saatgut vom Vorjahr hat, wird jetzt Saatgut kaufen oder tauschen. Dabei muss man sich entscheiden, ob man konventionelle Sorten oder samenechte, seltene und/oder alte Sorten kauft.

Die ersten Aussaaten erhalten eine Schutzabdeckung. Außerdem sollte man Frühsorten verwenden. Ende Februar können auch Steckzwiebeln, Schalotten, Perlzwiebeln und Knoblauch gepflanzt werden.

 

 

 

Folie oder Vlies?

 

Sowohl Folie als auch Vlies sind als Schutzabdeckung gegen Kälte und zur Ernteverfrühung geeignet, vorausgesetzt die Folie ist gelocht oder geschlitzt - sonst sammelt sich zu viel Feuchtigkeit unter der Folie. Vlies ist allerdings besonders bei späteren Sätzen zu bevorzugen, da die Belüftung der Pflanzen darunter besser ist.

 



 



 

Unter Glas und Folie

 

Pflanzzeit im Kleingewächshaus. Ab Ende Februar können Kohlrabi, Rettich, Kopf- und Eissalat nicht nur ins frostfrei geheizte, sondern auch ins unbeheizte Gewächshaus gepflanzt werden. Die Gemüse sind dann etwa Mitte bis Ende April erntereif.

Zu Anfang erhalten die Jungpflanzen ein bis zwei Lagen Vlies als Wärmeschutz (tagsüber eine Lage, nachts zwei Lagen) aufgelegt. Nach 3 Wochen werden sie nur noch nachts bei tiefen Temperaturen geschützt. Tagsüber wird, wann immer es die Witterung zulässt, gelüftet.

Auch an sonnigen Tagen sollte die Temperatur im Gewächshaus immer unter 15 °C liegen. Übrigens können auch Radieschen gepflanzt werden. Sie werden zunächst auf der Fensterbank bei ca. 20 °C vorkultiviert. Dazu sät man sie in lockerem Abstand in Töpfen oder Schalen aus. Sobald der Abstand zwischen Wurzel und Keimblättern 1 bis 2 cm beträgt können sie ins Gewächshausbeet im Abstand 8 x 6 cm pikiert werden. Nur die schnellsten und schönsten Sämlinge werden verwendet, denn sie bilden auch die schönsten Radieschen aus.

 

 

 

Ziergarten

 

Winterschnitt von Hecken und Sträuchern

 

Ab Ende Februar bis etwa Mitte März können beispielsweise laubabwerfende Formhecken und Sträucher (Ausnahme Frühlingsblüher) geschnitten werden. Dazu gehören sommerblühende Kletterpflanzen wie Kletterrosen, Blauregen und sommerblühende Clematis.

 

 

 

.             Obstbaumschnitt ist auch Pflanzenschutz

 

Es gibt immer etwas zu tun. Für manche Gartenbesitzer ist gerade das der Grund, Obstbäume zu pflanzen und zu pflegen. Manche schrecken jedoch davor zurück, gerade im kalten Winter zur Astschere zu greifen und Äpfel, Birnen und Pflaumen in Form zu bringen. Gewusst Wie kann schon eine Hilfe sein. Es gilt das „Wann“, das „Wie“, und das „Wieviel“ und besonders den Pflanzenschutz im Auge zu behalten. Und natürlich sollte man schädliche Eingriffe vermeiden.

 

Obstbaumschnitt ist auch Pflanzenschutz

 

So trocknen die Blätter und Früchte bei lichten Baumkronen schneller ab, und trockenes Laub wird nicht so leicht von Pilzkrankheiten befallen. Im Januar und Februar ist die richtige Zeit, um Obstbäume zu schneiden, empfehlen amtlich bestellte Obstbauberater. Dann sind die unbelaubten Bäume in der Winterruhe und gestatten so den Durchblick. Aber Vorsicht, bei starkem Frost sollte man die Bäume in Ruhe lassen, um Schäden zu vermeiden. Wenn aber die Schere zum Einsatz kommt, heißt es: „Nicht schnippeln, sondern herzhaft schneiden“. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat acht praxisnahe Ratschläge für den Freizeitgärtner herausgegeben.

 

Witterung und Temperatur

 

Die empfohlene Untergrenze für den Schnitt beträgt minus fünf Grad Celsius. Plus fünf Grad Celsius sind ideal. Regen und Schnee beim Schnitt wirken sich ungünstig aus.

 

Nicht schnippeln, schneiden

 

Nicht hier und da ein bisschen was wegnehmen, sondern ganze Astpartien herausnehmen. Je weniger Schnittstellen, desto weniger Wunden muss der Baum verkraften. Damit keine langen Stümpfe zurückbleiben, kappt man die Äste am besten direkt an der verdickten Stelle am Ansatz, dem Astring.

 

Handarbeit

 

Kleinere Äste mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern nicht mit der Motorsäge abschneiden. Eine Astschere verletzt das Gewebe nämlich deutlich weniger. Dickere Äste schafft das Handgerät aber nicht. Man sollte es nicht soweit kommen lassen.

 

Krone formen

 

Weil diese Wuchsform der natürlichen Entwicklung des Baums am nächsten kommt, wird am häufigsten die sogenannte „Pyramidalkronenform“ gewählt. Die Krone ist rund und hat drei bis vier Leitäste sowie eine Stammverlängerung. Auf diese Weise wird der Baum am besten von der Pflanzung an Jahr für Jahr geformt.

 

Auslichten

 

Die Krone ist nicht nur in Form zu halten, sondern so zu bearbeiten, dass sie locker wächst, damit die Früchte genügend Sonne bekommen. Triebe, die nach innen und zu steil nach oben wachsen, werden entfernt. Liegen Äste übereinander oder behindern sich, werden die überzähligen abgeschnitten.

 

Auf das Verhältnis achten

 

Damit Obstbäume Früchte ausbilden können, brauchen sie ein gutes Verhältnis von Wachstum und Erholung. Bei den meisten Obstbäumen wachsen die Früchte an den zwei bis drei Jahre alten Zweigen. Junge Triebe ganz außen am Ast lässt man so lange wachsen. Bei älteren Bäumen, die lange nicht geschnitten wurden, nimmt man abgestorbene Äste heraus. Alle Äste, die nach innen in die Baumkrone oder nach unten wachsen, werden abgeschnitten. Sogenannte Wasserschosser – das sind die steil nach oben gerichteten Triebe – müssen entfernt werden.

 

Heilmittel im Winter

 

Nach Auskunft der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen müssen selbst größere Schnittwunden nicht mit einem Wundverschlussmittel behandelt zu werden. Andere Experten raten dagegen, ein Verschlussmittel aufzubringen, wenn ein Baum im Winter während seiner Ruhephase geschnitten wird. Es schützt die Schnittstelle vor herumfliegenden Sporen und Krankheitserregern.

 

Schnitt verpasst – was nun?

 

Es kann besser sein, den Baumschnitt während des Wachstums durchzuführen, denn dann kann der Baum die Wunden besser schließen. Wenn die Witterung also einen Strich durch die (Schnitt-)Rechnung macht oder der Hobbygärtner keine Zeit hatte, lässt sich das Versäumte im zeitigen Frühjahr noch nachholen

 

 

 

.                Im Winter so füttern Sie Vögel richtig

Haussperling

 

Vögel, die bei uns überwintern, brauchen unsere Hilfe nicht. Trotzdem haben Naturschützer nichts gegen maßvolles Füttern – wenn Sie diese Regeln beachten.

 

Kleiber

 

Kaum ein anderes Thema wird unter Vogelfreunden so heiß und emotional diskutiert wie die Winterfütterung. Die einen plädieren fürs Füttern, damit kein Vogel den Hungertod erleidet, andere bezeichnen es als falsch verstandene Tierliebe. Die Experten sind sich allerdings darüber einig, dass bei uns überwinternde Vögel nicht auf das Futter vom Menschen angewiesen sind, Füttern aber durchaus erlaubt ist.

 

Eingriff in die Natur

 

Der Winter dient in der Natur als Auslese unter den Vögeln. Schwächere und kranke Vögel sterben, vitale können sich behaupten. Durch die Winterfütterung verringert sich die Sterblichkeit – allerdings nur die von rund 20 Kleinvogelarten, die ohnehin nicht gefährdet sind. So bekommen häufig vorkommende Arten wie Meisen, Rotkehlchen, Drosseln und Finken Konkurrenzvorteile gegenüber selteneren Arten und Zugvögeln. Im Frühling machen sie dann den heimkehrenden Zugvögeln ihren Lebensraum streitig.

 

Vögel füttern in strengen Wintern

Buntspecht

 

Trotzdem haben Naturschützer nichts gegen ein maßvolles Füttern im Winter, gerade bei länger anhaltendem Frost. Auch wenn keine geschlossene Schneedecke liegt, finden Vögel auf gefrorenen Böden kaum Futter. Experten raten zu Meisenringen, -knödeln oder Futtersilos. Bei ihnen ist die Gefahr der Krankheitsübertragung geringer als bei Vogelhäuschen oder auf dem Boden ausgestreutem Futter. Völlig ungeeignet als Futter für alle Vögel sind dagegen Brot und Speisereste!

 

 

 

Wer frisst was?

 

Die Schnabelform bestimmt das Futter der Vögel. Finken, Spatzen und Ammern mögen am liebsten Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Getreidekörner oder die üblichen Freiland-Futtermischungen. Rotkehlchen, Meisen, Kleiber, Amseln, Zaunkönig und Drosseln bevorzugen tierische Kost oder feine ölhaltige Samenmischungen, wie sie in Meisenknödeln oder -ringen zu finden sind. In einem Fettgemisch aus Talg sind die Körner zudem vor Nässe geschützt.

 

Wacholderdrossel

 

Beim Futter auf Qualität achten:

 

 

 

Beim Kauf von Vogelfutter auf Qualität und Haltbarkeit achten! Das Futter sollte keine Füllstoffe enthalten oder mit Sand gestreckt sein. Das Mindesthaltbarkeit sollte nicht abgelaufen sein. Da ausgelegtes Futter in der Regel sehr trocken ist, benötigen die Vögel viel Wasser. Daher auch im Winter Schalen mit Trink- und Badewasser zur Verfügung stellen. Um die Tiere brauchen Sie sich keine Sorgen machen: Das Gefieder der Vögel vereist nicht durch ein Wasserbad.

 

Ökologischer Garten besser als Füttern

 

Zugegeben, für Kinder ist Vögel füttern ein schönes Erlebnis. So können sie die Tiere aus nächster Nähe betrachten. In der Stadt sind Vögel am Futterhäuschen manchmal der einzige Kontakt zur Natur. Doch besser als jede Fütterung ist ein natürlicher Garten mit Laubholzhecken, kleinen Komposthaufen und knorrigen Obstbäumen. Dort finden Insektenfresser auch im Winter zahlreiche Kleintiere. Körner- und Samenfresser können sich mit Samen in Gräsern und Blumen den Bauch vollschlagen.

 

Das hat sich bei der Vogelfütterung bewährt:

 

  • Grundsätzlich ist eine Fütterung das ganze Jahr über möglich. Sie ist aber vor allem im Winter bei geschlossener Schneedecke und Dauerfrost empfehlenswert.

  • Besser als Vogelhäuschen und das Ausstreuen von Futter sind Meisenringe, -knödel oder Futtersilos. Sie verringern die Gefahr einer Krankheitsübertragung, da die Vögel nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können.

  • Sollten Sie dennoch ein herkömmliches Futterhäuschen verwenden, dann reinigen Sie es regelmäßig mit heißem Wasser. Machen Sie das Vogelhaus mit Gummihandschuhen sauber und überlassen Sie diese Arbeit nicht Kindern. Streuen Sie nur wenig Futter und entsorgen Sie das alte.

  • Das Futter darf auch bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässen, da es sonst verderben oder vereisen kann.

  • Verwenden Sie artgerechtes Futter aus dem Fachgeschäft oder direkt vom Landesbund für Vogelschutz. Im Allgemeinen reicht eine einfache Körnermischung aus Sonnenblumenkernen, Hanf und Haferflocken – eventuell mit Rosinen – völlig aus.

  • Schützen Sie den Futterplatz vor Katzen, Hunden und Mäusen: Er sollte erhöht und nicht nah an einer Hecke angebracht sein.

  • Wasservögel sollten Sie nicht füttern, denn dies verschmutzt die Gewässer.

 

 

 

Grünfink